Das Elend der Kritik am (Neo-)Faschismus
Demokraten aus Politik und Öffentlichkeit können den (Neo-)Faschismus nicht kritisieren. Wie sollen sie auch den Nationalismus angreifen, auf dem der Faschismus gründet, wenn der für sie doch eine zentrale Produktivkraft ihrer demokratischen Herrschaft darstellt. Dafür grenzen sie ihn aus, kriminalisieren und verbieten ihn. Die auch bei den Bürgern verbreitete Ausländerfeindlichkeit wird dadurch nicht ausgeräumt. Wie auch, ist sie doch selbst ein Moment der hiesigen Ausländerpolitik. Auch die linke Antifa tut sich schwer mit der Kritik. Sie schließt sich der Enttarnung von Nazis-Codes, Nazi-Kleidung und ihrer Musik an; als würde sich jedermann von den neuen Nationaldemokraten sofort abwenden, wenn er sie nur identifizieren könnte. Besonders dann, wenn neue Faschisten ihre Kapitalismuskritik vortragen, fällt vielen Antifaschisten oft nur ein, dass diese „Wölfe“ sich mit „Schafspelzen“ verkleidet hätten. Das ist schlecht. Denn es gibt auch eine faschistische Kritik am Kapitalismus.
Zeit: 28. Februar 2012, 19:00 Uhr
Ort: Infoladen St. Pauli-Str. 10-12
Freerk Huisken, Der demokratische Schoß ist fruchtbar. Das Elend der Kritik am (Neo-) Faschismus, VSA 2012, 230 Seiten, 14,80€
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