Zeit: 25.05.2012, 19:00
Ort: Infoladen Bremen, St.-Pauli-Str. 10-12
Die meisten in Puncto kapitalistischem Wachstum erfolgreichen Staaten setzen in ihrem „nationalen Energiemix“ auf strahlende Kraftwerke – auch nach Fukushima: Wofür die in der marktwirtschaftlichen Staatenkonkurrenz gut sind und warum es nichts mit einer neuen Liebe zum Menschen und seiner Umwelt zu tun hat, wenn der Staat jetzt ein wenig von ihnen Abstand nimmt, darum soll es in dieser Veranstaltung gehen. Geklärt wird, was es mit der Energiewende auf sich hat und warum diese gerade nichts zu tun hat mit einem Wechsel des Zwecks der ‚Energieversorgung‘. Es soll gezeigt werden, worum es in der Rede von moderner „Versorgungssicherheit“ und neuen „Wachstumschancen“ für die deutsche Öko-Energie-Wirtschaft geht. Denn auch nach dem „Fukushima-Schock“ bleibt das Primat des Staates, das kapitalistische Wachstum auf seinem Boden voranzubringen und dazu lieber andere Staaten energiepolitisch von sich abhängig zu machen, als selbst abhängig gemacht zu werden. Wer sich jetzt empört über das vermeintliche Ende der Energiewende, weil in diesem Programm seine Vorstellungen von „Energie-Demokratie“, einem besserenSchutz der Umwelt usw. irgendwie nicht so richtig vorkommen, hat von Anfang an verpasst, worum es im international marktwirtschaftlichen Gerangel um ‚Befreiung‘ von ‚Rohstoffabhängigkeit‘, Energieträger ‚der Zukunft‘, ‚Transitländer‘ usw. geht.
Eine Veranstaltung aus der Reihe „Kritik 2012“ des Arbeitskreis Auflösen
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