Im Rahmen der Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch am 30. April 2011 in Bremen haben einige Aktive und Gruppen gemeinsam eine Zeitung verfasst, die versucht zu erklären, welche falschen Gedanken sich Nazis machen und warum diese falschen Gedanken ihren Ausgangspunkt in der Zustimmung zur eigenen Unterwerfung unter das Zwangskollektiv Nation nehmen. Im April haben wir die “Auflösen – Gegen Faschismus und demokratischen Normalzustand.“ veröffentlicht. Neben einigen Diskussionsveranstaltungen zu den Inhalten der „Auflösen“ haben Teile der Redaktion sich als Arbeitskreis Auflösen getroffen. Alles Neue von uns findet ihr hier. Abonniert unseren RSS-Feed.
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Meta
Na, wenn man der eigenen Unterwerfung zustimmt, kann es kein Zwangskollektiv mehr sein. Denn entweder der Wille unterwirft sich, weil er an dem Kollektiv etwas findet, das seine Zustimmung verdient oder der Wille wird zwangskollektiviert, und das unterstellt, dass es g e g e n den Willen passiert.
Wenn der Name eures Arbeitskreises Programm ist, löst er sich sowieso bald selbst auf. Das ist wohl die schlechteste Namenswahl des Jahrhunderts.
Es werden unsinnige Entgegensetzungen gemacht: einerseits ein sich unter-
werfender Wille, aus dessen so vollzogene Betätigung der Freiherr den
Zwang im direkten Widerspruch zum Unterwerfungsakt rauskürzt, „weil er an dem Kollektiv etwas findet“. Und andererseits wird der puren Unterdrückung des
Willens das Wort geredet, worüber dann erst so recht das Zwangskollektiv
zur Geltung komme.
Statt solcher allerabstraktester Fabulierungen könnte man sich mal einen Reim
drauf machen, was da für ein Verhältnis von Herrschaft und Untertanen vorliegt,
wo letztere in den von oben verordneten Reglements des gesellschaftlichen/
polit-ökonomischen Verkehrs zugleich den Charakter von lauter ‚Angeboten‘
in Bezug auf die vorgesetzten Weisen der Existenzbestreitung sich zurechtlegen.